Geschichte der Bezirks-Großloge Berlin
Bei der Entstehung des deutschen Ordenszweiges gab es nur Logen für Männer.
In Berlin gibt es, geordnet nach den Gründungsdaten, die Templer-Loge (1871), die Concordia-Loge (1872) und die Berolina-Loge (1890). Die im Jahr 1956 gegründete Vereinigte Loge "Treue zur Humanitas" schloss sich im Jahr 2003 der Templer-Loge an, dies gilt auch 2009 für die Germania-Loge Nr.1 von Brandenburg in Berlin (gegr. 1871).
1971 wurde die Rebekka-Loge Elisabeth - eine Frauenloge - gegründet und 2000 die Gemeinsame Loge Zur Wahrheit als weltweit erste Loge für Frauen und Männer. Die Concordia-Loge hat sich im Jahre 2026 auch zu einer gemischten Loge erklärt.
Die der Berolina-Loge und Concordia-Loge angeschlossenen Schwesternbünde für Ehefrauen und Partnerinnen haben sich 2024 und 2025 aufgelöst. Einige der Schwestern wurden in die gemischten Logen aufgenommen.
Als eine den Logen übergeordnete Institution besteht seit 1871 das Farnsworth-Lager Nr. 1 von Berlin.
1933 wurden die Odd Fellows zusammen mit anderen humanitären Vereinigungen Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft. Nach dem Krieg regte sich schnell neues Logenleben; so wurde bereits am 19. Juni 1946 die erste Brudervereinigung "Zu den drei Ringen" gegründet, die dann im Dezember in Templer-Loge umbenannt wurde. Gleichzeitig wurden die Friedensloge (heute Concordia-Loge) und die Loge Zur Wahrheit (heute Berolina-Loge) wieder eingesetzt.
Die Berliner Logen und das Farnsworth-Lager Nr. 1 tagen regelmäßig im "Odd Fellow-Haus" am Dianasee nahe dem S-Bahnhof Bahnhof Grunewald.
Die Großmeister der Bezirksgroßloge der Berliner Odd-Fellows
Seit Gründung der ersten Odd Fellow-Logen in Berlin und Brandenburg im Jahre 1871 besteht die Bezirksgroßloge (BGL) der Berliner Odd Fellows, deren Großmeister aus den Reihen der Berliner Odd Fellows gewählt wird. Die reguläre Amtszeit beträgt heute vier Jahre.
Die Großmeister der Bezirksgroßloge Berlin sind nachfolgend - bis auf die dunkle Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland zwischen 1933 und 1945, währenddessen der Orden verboten war - von 1871 bis heute aufgeführt:
- Dr. Wilhelm von Guerard (1871-1874)
- Carl Worff (1875)
- Hermann Reim (1876)
- Samson Pollack (1877)
- Dr. Wilhelm von Guerard (1878)
- Dr. Ferdinand Ascherson (1879-1880)
- Paul Gerlach (1881-1893)
- Dr. Ferdinand Ascherson (1894-1905)
- Emil Frankenstein (1906-1909)
- Louis Müller (1910-1931)
- Heinrich Steklmacher (1932-1933)
- Siegfried A. Hermes (1946-1952)
- Paul Schumann (1953-1955)
- Walter Hein (1956-1958)
- Dr. Herbert Wutscher (1958-1960)
- Siegfried A. Hermes (1961-1963)
- Gerhard Sucker (1964-1969)
- Alfred Kopsch (1970-1981)
- Kurt Haase (1982-1984)
- Günter Petsch (1985-1990)
- Kurt Haase (1991-1992)
- Hans-Georg Sommer (1992-1996)
- Bernhard Przeradzki (1997-2002)
- Ernst Schütz (2003-2009)
- Ronald Winkel (2009-2012)
- Klaus Hielscher (2012-2018)
- Sascha Hohner (2018-2020)
- -- (2021-2022)
- Ernst Schütz (2023-2026)