Deutscher Odd Fellow-Tag 2012

Spende an den Neuköllner MitmachZirkus

Die Freude und den Stolz konnten die Besucher an den strahlenden Kinderaugen der Bodenakrobatikgruppe des Neuköllner Mitmachzirkus ablesen, die den anwesenden Mitgliedern und Gästen des Odd Fellow-Ordens eine Probe ihres Könnens gaben. Diese Begeisterung sprang auch auf die Anwesenden über,die die Darbietungen mit viel Beifall bedachten. Ein schöneres Dankeschön konnte man kaum erwarten. Vorausgegangen war die feierliche Übergabe einer Spende in Höhe von 11.190 Euro an die Stadträtin des Bezirks Berlin-Neukölln, Frau Dr. Franziska Giffey, zur Unterstützung dieses integrativen Projektes. Die Summe war das Ergebnis einer bundesweit, ausschließlich für diesen Zweck, durchgeführten Sammelaktion bei Institutionen und Mitgliedern der Ordensgemeinschaft.

Die "Offene Hand" ist das nach außen wahrnehmbare Signal des Deutschen Odd Fellow-Ordens, der seit 1870 in Deutschland aktiv ist. In vielfältiger Weise unterstützen seine Mitglieder, dies sind Frauen und Männer aus allen Bevölkerungsschichten, auf lokaler und regionaler Ebene humanitäre Projekte. In gewisser Weise, natürlich inhaltlich der Jetztzeit angepasst, folgen sie bis heute der historischen Ordensregel aus dem Jahre 1819, die gebietet, die Kranken zu besuchen, den Bedrängten zu helfen, die Toten zu bestatten und die Waisen zu erziehen.

Nicht so offen gehen die Odd Fellows mit ihren ethischen und humanistischen Einstellungen um. Die kann man nur in Gesprächen mit dem Einzelnen in Erfahrung bringen beziehungsweise an ihrem Verhalten erkennen. Es ist ihr Selbstverständnis, sich für Frieden, Freiheit und Toleranz einzusetzen. Ethnische und religiöse Unterschiede, Herkunft und Stand, sind für sie ohne Bedeutung. Das Herz der Odd Fellows schlägt für die Bruderschaft aller Menschen. Das von ihnen verwendete Symbol, drei vereinigte Kettenglieder, steht deshalb nicht nur zufälligerweise für die Werte Freundschaft, Liebe und Wahrheit.

Welchen Platz der Orden in der heterogenen Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland einnimmt, darüber referierte der Soziologie-Professor Dr. Armin Nassehi, der seit 1998 Inhaber des Lehrstuhls Soziologie an der Ludwigs-Maximilian-Universität in München ist. Der Titel seines bereits am Vortag gehaltenen Vortrages lautete: "Freiheit in Geborgenheit-Odd Fellows in Deutschland". Seine Ausführungen waren ein weiterer Höhepunkt der zweitägigen Veranstaltung, die vom 6. bis 7. Oktober 2012 in den Tegeler Seeterrassen in Berlin stattfanden.

Besichtigung des Reichstags

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Festvortrag Prof. Dr. Armin Nassehi

Berliner Abend

Festloge

Fotos: Fritz Elster (München), Jens Warmers (Frankfurt/M.), Ernst Röllich (Finnland)