Das Jahresthema 2015: "Loge und Humanismus"

"Wenn Humanismus der ‚Humanitas’ wert sein will, muss er etwas von dem verkörpern, was jedem Menschen eigen ist, etwas von der Menschenwürde in ihm. Das will sagen, er muss etwas von der allgemeinen Würde verkörpern, die Menschen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur Menschheit besitzen. Die Würde des Menschen, auf die sich eine Menschheitsphilosophie, eine dem Menschen gewidmete Schule aufbaut, kann nicht eine seltene und gesuchte Eigenschaft sein, die man durch den Besuch der Schule erlangen, die man nur mit Hilfe der Philosophie verdienen kann."
Archibald MacLeish, 1892-1982 USA

Humanität ist also nicht ein in der Schule erworbenes Wissen; einer Schule, die nach 10 oder 13 Jahren beendet wird, sondern in der wir unser ganzes Leben verbringen. Die Bildung zur Menschlichkeit bedeutet eine Lebensschule.

Der Begriff Humanismus entstand im ausgehenden 18. Jahrhundert unter Zugrundelegung der Schriften der Antike. In dieser Zeit entstanden auch die Logen. Auch in ihnen wurde das Gedankengut des Humanismus entwickelt und weiter gepflegt.

Wikipedia sagt zum Humanismus: "Gemeinsam ist ihnen eine optimistische Einschätzung der Fähigkeit der Menschheit, zu einer besseren Existenzform zu finden. Es wird ein Gesellschafts- und insbesondere Bildungsideal entworfen, dessen Verwirklichung jedem die bestmögliche Persönlichkeitsentfaltung ermöglichen soll. Damit verbindet sich Kritik an bestehenden Verhältnissen, die aus humanistischer Sicht diesem Ziel entgegenstehen."

"Loge und Humanismus" sind miteinander verbunden. Wir sollen uns auf dieses Thema im Rahmen eines Jahresthemas besinnen.

Bitte, liebe Schwestern und Brüder, nehmt dieses Thema wieder in Eure Arbeitspläne des Jahres 2015 auf. Reicht bitte auch Eure Vorträge an die Redaktion weiter, damit viele in den Genuss Eurer Gedanken kommen.