"Logensitzungen" trotz Social Distance

| RL Elisabeth, Berlin

Der ungewöhnliche Weg der Rebekka-Loge Elisabeth

Liebe Schwestern,
besondere Zeiten erfordern auch besonderes Handeln.

Wie wir alle wissen, befindet sich die Welt und so auch unsere Stadt zunehmend im Ausnahmezustand. Es ist nicht abzusehen, wie es sich trotz aller Bemühungen weiter entwickeln wird.

Da wir uns vorerst nicht mehr in unserem Odd Fellow-Haus und zu unseren Logenabenden treffen können, möchten wir (OM, UM und KSF) auf diesem Weg mit euch in Kontakt bleiben und eine kurze „Sitzung“ für uns abhalten.

Gerade in diesen Zeiten wollen und dürfen wir nicht vergessen, dass unsere Loge auch unsere Familie ist. Lassen wir im Geiste die Worte für Freundschaft, Liebe und Wahrheit an uns vorüber ziehen.

Ich möchte alle mit einem Gebet von Antoine de Saint-Exupéry begrüßen:

„Ich bitte nicht um Wunder und Visionen, Herr, sondern um die Kraft für den Alltag.
Lass mich erkennen, dass Träume nicht weiterhelfen, weder über die Vergangenheit, noch über die Zukunft.
Hilf mir, das Nächste so gut wie möglich zu tun und die jetzige Stunde als die wichtigste zu erkennen.
Bewahre mich vor dem naiven Glauben, es müsste im Leben alles glatt gehen.
Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge und Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen.“

Alle weiteren das Ritual betreffenden Punkte sind jetzt nicht wirklich wichtig.

Aber vielleicht eine kurze Geschichte:

Ein Arzt besucht seine Patienten im Altersheim. Ihm fiel ein 96-jähriger Mann auf, der stets zufrieden und freundlich war. Eines Tages spricht er ihn auf das Geheimnis seiner Freude und Zufriedenheit an.
Lachend antwortet der alte Mann: "Herr Doktor, ich nehme jeden Tag zwei Pillen ein, die helfen mir!"
Verwundert schaut ihn der Arzt an und fragt: "Zwei Pillen? Ich habe Ihnen doch gar keine verordnet!"
Verschmitzt schaut ihn der Alte an:" Das können Sie auch gar nicht, Herr Doktor. Am Morgen nehme ich gleich nach dem Aufstehen die Pille der Zufriedenheit. Und am Abend, bevor ich einschlafe, nehme ich die Pille der Dankbarkeit. Beide Arzneien haben noch nie ihre Wirkung verfehlt."
"Das glaube ich ihnen gerne", antwortet der Arzt.
"Ich werde Ihr gutes Rezept weiter empfehlen. Zufriedenheit und Dankbarkeit sind Gewalten, vor denen alle finsteren Mächte weichen."

Wir bilden nun gedanklich die Schwesternkette und hören das Schwesternlied, das unsere Schwester Petra Siegler per Whatsapp für uns gesungen hat. Wenn wir die Kette lösen bleiben, unsere Herzen verbunden. Unsere besten Wünsche begleiten euch in den Alltag. Bleibt alle gesund, besonnen und behütet. 

So sei es.

In Freundschaft Liebe und Wahrheit

OM Sabine Mordau
UM Doris Steinicke
KSF Felicitas Casatta

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