Drei Herzen für die Ukraine

| RL Elisabeth, Berlin

Helfen - ganz konkret

Während Sie diesen Text lesen, fallen Bomben.

An dieser Stelle könnte die Geschichte enden.

Aber es soll von drei Frauen erzählt werden, die sich nie getroffen hätten, wenn der Krieg nicht die menschliche Ordnung in Europa durcheinandergebracht hätte:

Valeria

Freundschaft verbindet Valeria bis heute mit Deutschland. Die junge Frau aus Moldawien hat in Potsdam studiert, ungefragt bedankt sie sich lächelnd für die Zeit in Deutschland bei dem Staat, der ihr so viel Wissen über Ökologie und Landwirtschaft ermöglicht hat. Sofort hat sie dieses Wissen in ihr Heimatland importiert und mit Gleichgesinnten eine landwirtschaftliche Initiative gegründet. Ursprünglich sollte nur der kleine Ort profitieren von dem verfallenen Gehöft, die sie aus dem Dornröschenschlaf renoviert haben. Sie sind noch nicht fertig, aber sie können Essen herstellen für viele Menschen. Und dann fielen im Nachbarland die Bomben.

Ana

Mit Liebe haben Ana und ihr Mann ihre beiden Felder bestellt. Solange sie denken kann, hat sie im Rhythmus der Jahreszeiten gesät, gewässert und geerntet. Die Ernte haben sie dann in die Stadt gebracht und auf dem Markt verkauft. Reich sind sie damit nicht geworden, aber zum Leben hat es immer gereicht. Dann starb der Mann, Ana hat alleine weitergemacht, schwer war das. Ihre Rente beträgt 50 Euro, das reicht im Winter noch nicht mal zum Heizen. Heute fehlt ihr die Kraft für die Reise in die Stadt, nur die Gartenarbeit kann sie noch machen. Aber sie ist dankbar für ein Leben in Frieden, aus der benachbarten Ukraine hört man schlimme Dinge. Und da kommt die junge Valeria und will ihr Gemüse und Obst abkaufen. Ein Lichtblick in dunkler Zeit.

Sofija

Die Wahrheit des Krieges ist noch viel unvorstellbarer als die Berichte in den Medien. Sofija nimmt ihre beiden Kinder an die Hand und verlässt mit einem kleinen Rucksack ihr Heimatland. Ihren Mann und ihren Vater muss sie zurücklassen, beide Männer versuchen den Feind aufzuhalten. Die Kinder sind ganz still geworden, aber sie haben Hunger. Sofija sehnt sich nach ihrer eigenen verstorbenen Mutter, sie hätte gewusst, was zu tun ist. Und da begegnet sie den beiden Frauen in Chrisinau. Sie geben ihr zu essen, was sie selbst geschaffen haben und nehmen sie ohne Worte in den Arm. Und da spürt Sofija, dass es noch eine andere, eine menschliche Wahrheit gibt.

Während Sie diesen Text gelesen haben, sind Bomben gefallen. Solange wir keinen Weg finden, diesen Wahnsinn zu stoppen, sollten wir den drei Frauen beistehen. Sie haben unsere Hilfe verdient.

Wir Odd Fellows helfen! Unsere Frauenloge Elisabeth natürlich auch!

Gestern Abend durften wir über die Tochter unserer Logenschwester Elke per Zoom diese bemerkenswerte junge Frau Valeria kennenlernen. Sie berichtete uns von Ana und den anderen Frauen, die sie mit ihrer Kooperative unterstützen. Und sie erzählte uns von Sofija und den weiteren Flüchtlingen, die sie schon aufgenommen haben. Im Hintergrund hörten wir ein Baby schreien. Sie zeigte uns Bilder von all dem, was sie schon auf die Beine gestellt haben. Sie haben die Essensportionen verdoppelt, die sie an die Grenzen bringen. Sie wollen noch mehr Flüchtlinge aufnehmen und ihnen auch eine Perspektive geben. So wie sie es bei den Bäuerinnen getan haben.

Uns Logenschwestern war klar: Diese Initiative unterstützen wir! Und spenden gerne dafür.

Wollen Sie auch spenden? Die aktuelle Not ist groß! Jede Hilfe zählt! Jetzt!

Valeria Svart-Groger
IBAN: DE27 2004 1155 0583 9311 00
SWIFT: COBADEHD055
Bank: Comdirect Bank AG, Quickborn

Die Spendenseite:
https://www.globalgiving.org/projects/help-us-host-refugees-from-ukraine/?fbclid=IwAR0BhaQ3m9qHNiyGSsjQit56um2QxFstpRpkX-FKne1UR51ydDE_NMBhagA

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