"Richtig helfen können – ein gutes Gefühl!"

„Sie sind verpflichtet zu helfen, der Anruf über 112 reicht dazu aus...“

Es waren die Begrüßungsworte von Lydia Fricke - Ausbilderin beim Deutschen Roten Kreuz - zur zweistündigen Unterweisung in Erster Hilfe bei der Widekind-Loge in Wolfenbüttel. 11.2. - Tag des Notrufes: wenige Tage vor diesem Termin hatten sich zwölf Brüder angemeldet, um in Erster Hilfe unterwiesen zu werden bzw. ihr Wissen aufzufrischen. Die erforderlichen Kurse beim Erwerb der Fahrerlaubnis lagen bei den meisten Brüdern lange zurück.
Das Auffinden von hilfebedürftigen Personen wurde besprochen und das Anlegen der Rettungsdecke zum Wärmen von Verletzten und nicht ansprechbaren Personen geübt. Anschließend wurde die Durchführung der stabilen Seitenlage bei bewusstlosen Personen und der Verhinderung des Einatmens von Fremdkörpern ebenso praktisch durchgeführt wie die die Herz-Lungen-Wiederbelebung.
Hier wurde viel Zeit investiert. An speziellen Puppen konnten sich alle Brüder an der Mund-zu-Mund-Beatmung und der richtige Herzdruckmassage beteiligen. Breiten Raum nahm auch das AED-Training ein. Ein automatisierter externer Defibrillator (AED,) ist ein medizinisches Gerät zur Behandlung von defibrillierbaren Herzrhythmusstörungen durch Abgabe von Stromstößen Ein AED ist vereinfacht gesagt ein Kasten mit Tragegriff und Deckel, der an einen kleinen Werkzeugkoffer erinnert. Hier sind zwei Kabel angeschlossen, an deren Enden sich etwa postkartengroße Aufkleber befinden – die sogenannten Elektroden. Über sie wird das Gerät mit der bewusstlosen Person verbunden.
Ein Defibrillator ist im Notfall sehr leicht zu bedienen. Ein interner Computer im AED analysiert den Herzrhythmus und entscheidet, ob ein elektrischer Schock benötigt wird. Per Computerstimme wird der Helfer durch die einzelnen Rettungsschritte der Wiederbelebung geführt.
Nach einem plötzlichen Herzversagen setzen bereits nach fünf Minuten die ersten irreparablen Hirnschäden ein. Zum Überleben ohne bleibende Schäden bleibt nur ein Zeitfenster von drei bis fünf Minuten. Notarzt- und Rettungsdienst braucht in der Regel mindestens 10 Minuten bis zum Einsatzort.

Zum Abschluss dieser Fortbildung wurde auch das Verhalten bei Krampfanfällen, Schocksituationen und Verletzungen diskutiert.
Noch an diesem Abend beschlossen die anwesenden Brüder den Kauf von zwei professionellen Verbandskästen. Dieser Verbandskasten kostet ca. 45 Euro und beinhaltet z. B. auch Kühlkissen und Beatmungsmasken. Ebenso kümmern sich die Brüder um die Beschaffung eines AED für das Logenhaus. Gerade in unseren Logen verkehren viele ältere Personen und Besucher, denen im Notfall schnell geholfen werden kann.
Alle Teilnehmer des Abends waren sich einig: "Richtig helfen können – ein gutes Gefühl!"

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Die Teilnehmer unserer Loge am Abend der Ersten Hilfe, links Sybille Schumacher und Lydia Fricke, die den Abend gestaltet haben
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OM Deltev Rust und AM Harry Döring bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung, beobachet von AM Herbert Stöcker